Die andere Seite der Tierversuchsdebatte

9. Januar 2012

Was Tier-Unternehmen nicht wollen, dass Sie wissen

MYTHOS: “Wir müssen anerkennen, dass wissenschaftliche Forschung nicht nur ein legitimer Beruf ist, sondern auch ein unschätzbar wertvoller Bestandteil des medizinischen Fortschritts, der von respektablen Fachleuten durchgeführt wird, die unsere Unterstützung verdienen. Die bedauerlichen Handlungen dieser Öko-Terroristen drohen, wichtige medizinische Fortschritte in Kalifornien und im ganzen Land zu behindern.” — Senatorin Feinstein, Mit-Sponsorin von AETA

FAKT: Trotz der landläufigen Meinung ist Tierversuch nicht notwendig für Fortschritte in der Humanmedizin und schon gar nicht für Kosmetika. Tatsächlich sind viele Wissenschaftler gegen Tierversuche, weil sie glauben, dass diese schädlich für den Menschen sind. Zum Beispiel argumentieren die Americans for Medical Advancement (AFMA) und das Physicians Committee for Responsible Medicine (PCRM), dass die zellulären Unterschiede zwischen verschiedenen Arten zu groß sind, um experimentelle Ergebnisse von einer Art auf eine andere zu übertragen. So wurde Thalidomid sicher an Tieren getestet, führte aber zu furchtbaren Geburtsfehlern, als schwangere Frauen es Ende der 1950er Jahre gegen Morgenübelkeit einnahmen. In ähnlicher Weise war die künstliche Fettsubstanz Olestra für Tiere sicher, verursachte aber bei Menschen Analverlust. Da darüber hinaus Acetaminophen (der Wirkstoff von Tylenol) Katzen tötet und Penicillin Meerschweinchen tötet, hätten wir diese Medikamente heute nicht, wenn wir sie an diesen Tieren getestet hätten.

Auf schreckliche Weise stopfen viele Haushalts- und Kosmetikfirmen ihre Produkte immer noch in die Mägen von Tieren, reiben sie auf deren Haut, träufeln sie in deren Augen oder zwingen sie, sie als Aerosolspray einzuatmen. Tiere werden grausamen Bedingungen ausgesetzt, bei denen sie aufgeschnitten, vergiftet und jahrelang in kahlen Stahlkäfigen gehalten werden. Sie hungern. Ihre Haut schält sich. Ihre Augen schwellen und eitern. Ihre Organe versagen. Sie leiden unter Krämpfen. Sie sterben an Traumata. all dieser Schmerz und Tod für neue Shampoo-Formeln und fehlgeschlagene Medikamente.

Für Kosmetik und Medizin sind neue Forschungsmethoden wie Computermodelle, Zellkulturen und Humanstudien genauer, kostengünstiger und wesentlich humaner.

Es ist offensichtlich, dass Tierversuche ein kontroverses Thema sind, das bekämpft werden muss. AETA unterbindet die Diskussion über den Wert der Tierversuche, indem sie aufgrund der Angst vor Profitverlust eine Seite des ethischen Streits bevorzugt, nicht Gewalt. Es gibt einen Grund, warum so viele Menschen gegen Tierversuche kämpfen; sie haben das Recht, gehört zu werden.

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